MONTAGSFRAGE #7: Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?

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Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?

Och, die Beantwortung dieser Frage ist jetzt ganz einfach: Ich zitiere mich einfach selbst aus Was sonst noch? und „fertig ist die Laube“ – Naja! Beinah…

„Mir wurde schon häufig „vorgeworfen“, dass ich ja immer nur positive Rezensionen verfassen würde. Ja, das stimmt! Die Antwort ist ganz einfach: Bücher, die mir nicht gefallen, lese ich nie bis zum Ende! Warum sollte ich meine kostbare Zeit mit dem Lesen von diesen Büchern verschwenden?

Wobei ich explizit darauf hinweisen möchte, dass ich diese Bücher generell nicht für „schlecht“ halte. Dieses vernichtende Urteil maße ich mir nicht an. Ein Buch, das mir nicht gefällt, kann selbstverständlich den Geschmack eines anderen Lesers durchaus treffen.

Darum würde ich auch nie einer positiven Rezension dieses Buches durch einen begeisterten Leser widersprechen. Wer bin ich denn, dass ich die Einschätzung eines anderen Menschen in Frage stelle?“

Lesen ist für mich Leidenschaft (…klingt abgedroschen, beschreibt es aber treffend): Warum sollte ich meine Leser aufrufen, ein Buch nicht zu lesen? Viel lieber schreie ich es laut hinaus, wenn ein Buch für mich ganz wunderbar ist: „Unbedingt lesen, bitte!“

Ich möchte meine Leser animieren, DASS sie lesen – nicht, dass sie NICHT lesen!

Darum gibt es bei mir nur positive Rezensionen!

Was macht der passionierte Buch-Blogger, wenn er verpflichtet ist, ein Statement zu einem Werk, das ihm absolut nicht gefällt, abzugeben? Diese Verpflichtung spüre ich immer dann, wenn mir von einem Verlag oder direkt von einem Autor ein Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt wurde.

Da ich mich nach (lächerlichen) 3 Monaten immer noch als Greenhorn in diesem Metier bezeichnen würde, kam ich bisher glücklicherweise noch nicht in diese prekäre Lage: Bisher haben mir die zur Verfügung gestellten Romane gefallen (Schwein gehabt!), und dies habe ich auch voller Überzeugung hier und dort kundgetan.

Nur WAS tun, WENN nicht…?

Dafür habe ich mir auch eine Strategie zurecht gelegt: Ich schreibe den Verlag/ Autoren an und bitte, von einer Rezension von mir Abstand zu nehmen. Natürlich würde ich dies entsprechend begründen…!

Ich glaube, weder ein Verlag und noch ein Autor sind erpicht darauf, auf Internet-Portalen negative Rezensionen zu ihren Werken zu finden, die Einfluss auf potentielle Käufer nehmen und somit die Verkaufszahlen schmälern könnten.

Zudem empfinde ich einige der dortigen Bewertungskriterien als fragwürdig, und etliche der dort zu findenden „Rezensionen“ haben diese Bezeichnung nicht verdient,…

…aber das ist ein ganz anderes Thema und wird vielleicht noch an anderer Stelle zu anderer Zeit erörtert!


…und wie handhabt Ihr es? Ich bin schon gespannt auf Eure Strategien!

 

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10 Antworten auf “MONTAGSFRAGE #7: Schreibst du überwiegend Rezensionen über Bücher, die dir gefallen, oder auch über Bücher, die dir nicht gefallen?”

  1. Sei gegrüßt Andreas!

    Eine verwandte Seele! Ich sehe das ganz genau wie du. Auch ich schreibe nur positive Rezensionen. Zwar nicht immer nur, weil ich Bücher abbreche, wenn sie mir nicht gefallen, aber dennoch kann ich deine Argumentation sehr gut nachvollziehen.

    Bei mir kommt noch hinzu, dass ich meinen Blog gar nicht als Buchblog verstehe:

    Montagsfrage: Nur positive Rezis? || Mein Senf für die Welt

    Liebe Grüße
    Marina

    Gefällt 1 Person

  2. Ich persönlich finde ja, dass negative Rezensionen durchaus für einen Autor bzw. eine Autorin wichtig sein können, sofern die Ursache für die negative Rezension nicht einfach schlechte Laune an einem frühen Montag Morgen ist. Erst durch sachliche Kritik bietet sich einem Autoren ja erst die Möglichkeit, mögliche Schwachpunkte seines Buches auszumerzen und es beim nächsten Buch besser zu machen.

    Gefällt 3 Personen

  3. Hallo Andreas,

    das sehe ich tatsächlich anders. Es geht ja bei den Rezensionen um deine Meinung. Wenn Du in der Lage bist, über ein Buch positiv schreiben, dann sollte es auch möglich sein, über ein Buch, das Dir nicht gefällt, negativ zu schreiben. Das hat mit Anmaßung nichts zu tun, wenn Du ein Buch kritisierst.

    Und natürlich macht es Sinn, Lesern Deines Blog auch von negativen Leseerfahrungen zu berichten und sogar dazu aufzurifen, lieber die Finger von einem Buch zu lassen.

    Viele Grüße
    Der Büchernarr Frank

    Gefällt 2 Personen

    1. Moin Frank!

      Lieben Dank für Deine Rückmeldung. Zum Glück sind wir hier ein so buntes Völkchen, dass jeder Buch-Blogger individuell für sich entscheiden kann, wie er es handhaben möchte.
      Ich – ganz persönlich und entsprechend subjektiv – werde für ein Buch, dass mir nicht gefällt, keine weitere Zeit in das Formulieren einer Rezension investieren, da ich dann auch keine weiteren Gedanken an dieses Buch verschwenden möchte.
      Meine Zeit ist mir kostbar und verwende ich lieber für das Lesen von Büchern, die mir zusagen!

      Herzlichen Gruß
      Andreas

      Gefällt 2 Personen

  4. Ich versuche sowieso immer, nach dem Sandwich-Prinzip – was Gutes, was Negatives und wieder was Positives – zu bewerten, falls mir ein Buch nicht gefallen hat. Und ich denke, konstruktive Kritik, die über „Das Buch war schlecht“ hinausgehen, helfen dem Autorin/der Autorin auch weiter. Solange man etwas begründet, finde ich auch negativere Rezensionen vollkommen in Ordnung.

    Gefällt 1 Person

  5. Lieber Andreas,
    zwar konzentriere ich mich überwiegend auf Bücher, die mein Leselob hervorrufen, dennoch finde ich gelegentliche Verrisse durchaus angebracht.
    So habe ich beispielsweise mit dem größten Vergnügen einen sehr geschliffenen und polemischen Verriß der „Feuchtgebiete“ geschrieben, um mich für diese Lesezumutung zu entschädigen:
    https://leselebenszeichen.wordpress.com/2012/12/30/feuchtgebiete/

    Manchmal provozieren mich auch die falschen Versprechungen des Verlagswerbetextes zum ausdrücklichen und öffentlichen Widerspruch.
    Selbstverständlich sollte die negative Bewertung auch angemessen begründet werden und nicht in einem beleidigten oder beleidigendem Tonfall auftreten.

    Ich finde nicht, daß negative Rezensionen zwangsläufig verkaufsschädigend sein müssen – außerdem dürfte mein Blogruhm dafür noch nicht über die entsprechende Reichweite verfügen. 😉 So hat mir beispielsweise bei einem Verriß zu einem anderen Roman, eine Kommentatorin geschrieben, daß sie gerade meine aufgezählten Kritikpunkte neugierig auf das Buch gemacht haben.

    Bibliophile Grüße
    Ulrike

    Gefällt 1 Person

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