Literarische Helden…

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MONTAGSFRAGE #12: Hat dich schon mal das Ende eines Buches wütend gemacht?

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Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Hat dich schon mal das Ende eines Buches wütend gemacht?

Antwort: Nein!

So, fertig für heute! Was mache ich jetzt mit dem angebrochenen Tag?

Wer mich kennt, weiß, so einfach mache ich es mir nicht mit der Beantwortung der Montagsfrage! Aber ernsthaft wütend hat mich ein Buch-Ende bisher noch nicht gemacht – sofern ich mich erinnere.

Traurig? – Oh, ja!

Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht übel, wenn ich die heutige Montagsfrage in meinem Sinne beantworte. Ansonsten würde meine Antwort wirklich sehr, sehr knapp ausfallen.

Schon recht häufig habe ich nach Beendigung eines Romans Trauer empfunden – entweder weil mich das Buchende so ergriffen hat oder ich Trennungsschmerz verspürte, da ich nun liebgewonnene Charaktere zurücklassen musste.

Vor ca. 2 Jahren stapelten sich mind. 5 ungelesene Flavia de Luce-Krimis auf meinem Tisch. Aus irgendeinem Grund (wahrscheinlich waren es mehr als nur ein einziger Grund) fand ich bis dahin nicht die Zeit und/ oder die Muße, mich mit ihnen zu beschäftigen. Es war in einem Januar, ich hatte meine Silvester-Depression noch nicht gänzlich überwunden und brauchte Abwechslung. So machte ich mich (wenig) frisch ans Werk und las die Bücher in jeder freien Minute: Am Ende der Lektüre war ich so sehr in diese Welt eingetaucht, dass ich einen richtigen Trennungsschmerz verspürte und einige Zeit benötigte, um mich anderer Literatur zuzuwenden. Dafür hatte ich meine Silvester-Depression einfach weg gelesen!

Bei der Lektüre von Alice Walkers „Die Farbe Lila“ habe ich beinah ebenso viel Rotz und Wasser geheult, wie bei der Verfilmung: Ich habe mitgelitten, war wütend über die ertragene Ungerechtigkeit und erleichtert über das versöhnliche Ende. Beim Roman wie auch beim Film packt mich immer eine massive Traurigkeit, die mich zuerst niederringt und am Ende erschöpft aber befreit zurück lässt. Es tut gut, sich den angesammelten eigenen Weltschmerz von der Seele geheult zu haben.

Auch „Drei Männer im Schnee“ vom großen Könner Erich Kästner bereitet mir immer feuchte Augen. Ich bezeichne ihn immer als meinen Seelentröster: Eine entsprechende Rezension plane ich für das Neue Jahr!

Zudem gibt es noch einen Roman, der mir sehr, sehr viel bedeutet und meine Gefühlswelt einmal völlig auf den Kopf gestellt hat. Doch dazu habe ich schon eine Rezension geschrieben, deren Veröffentlichung für kommenden Donnerstag geplant ist. Ich bitte Euch darum um etwas Geduld!


…ob „wütend“ oder „traurig“: Ich freue mich über Eure Rückmeldungen!

 

[Rezension] Die schönsten Weihnachts-Krimis – Hörbuch

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Ich höre keine Hörbücher! Warum ich dies nicht tue, habe ich bei der MONTAGSFRAGE #2 schon hinreichend beantwortet.

Warum ich nun eine Ausnahme mache? Die Mischung der hier versammelten Kurzgeschichten hat mich gereizt – zumal sie von namhaften Sprecher*innen vorgetragen werden.

Dabei handelt es sich hier um eine so abwechslungsreiche Auswahl Geschichten beliebter und bekannter Autor*innen, dass diese sicherlich viele Hörer erfreuen werden. Ich möchte darum auch weniger auf den Inhalt der jeweiligen Geschichte sondern vielmehr auf die Art des Vortrages eingehen.


CD 1/ Agatha ChristieEine Weihnachtstragödie/ gelesen von Beate Himmelstoß

Zugegeben: Kann ich den Vortrag einer Geschichte, die ich selbst für eine Lesung vorbereitet und vorgetragen habe, völlig objektiv beurteilen? Gänzlich frei wird sich niemand machen können, auch ich nicht…

Beate Himmelstoß Vortrag würde ich als solide bezeichnen. Unaufgeregt trägt sie diesen Kurzkrimi vor und verändert nur unwesentlich ihre Stimme, um die verschiedenen Charaktere zu porträtieren. Dies ist auch nicht unbedingt nötig, da die Geschichte im Wesentlichen aus der Sicht von Miss Marple erzählt wird. Überrascht hat mich allerdings, dass versäumt wurde, die ironisch-humorvollen Passagen mittels Betonung herauszuarbeiten. Ob dies an der Sprecherin oder an der Regie lag, kann ich natürlich nicht beurteilen.


CD 2/ Edgar WallaceDer falsche Rettungsring/ gelesen von Wanja Mues

Wanja Mues nahm mich gleich mit seiner markanten Stimme für sich ein und lieferte für die Wallace-Story eine gelungene Performance: Passend zur Geschichte, die im Kriminellen-Milieu auf einer Kreuzfahrten spielt, wählt er einen leicht arrogant Grundton. Beinah beiläufig wirkt seine Vortragsweise, die aber dadurch eine gewisse Gefährlichkeit im Unterton durchschimmern lässt.


CD 2/ Dorothy L. Sayers Das Perlenhalsband/ gelesen von Friedhelm Ptok

Lord Peter Wimsey ermittelt in einem Fall von einer verschwundenen Perlenkette im überschaubaren Umfeld einer Weihnachtsgesellschaft: Für mich war es ein Vergnügen, dem Vortrag von Friedhelm Ptok zu lauschen. Er lässt seine Stimme von gediegen-versnobt bis humorvoll-ironisch erklingen, setzt die Pausen sehr bewusst und gestaltet seinen Vortrag sehr geschmackvoll.


CD 3/ Arthur Conan Doyle Der blaue Karfunkel/ gelesen von Oliver Kalkofe

Oliver Kalkofe setzt seine Stimme zwar sehr effektvoll ein, leider aber auch wenig differenziert. Er kann sich nicht entscheiden, wen er mit welcher Stimm-Färbung ausstattet. Dies führt dazu, dass ich als Hörer das Handlungspersonal nur schwer unterscheiden konnte. Dies störte mich sehr beim Folgen der Handlung. Bedauerlicherweise eine wenig überzeugende Performance…!


CD 4/ Ellis Peters Der Friedhofskater/ gelesen von Friedhelm Ptok

Wieder kommt Friedhelm Ptok zum Einsatz: Auch hier konnte er mich mit seinem Vortrag völlig überzeugen! Bewundernswert wie dieser talentierte Sprecher sein Können in dieser Lesung zeigt. Seine charakteristische Stimme hat hohen Wiedererkennungswert!


CD 4/ Christianna Brand Gesegnet sei dieses Haus/ gelesen von Walter Renneisen

Walter Renneisens Stimme passt hervorragend zu dieser subtil-bösen Geschichte um Christi (Wieder-)Geburt: heiser, leicht rauchig und doch mit hellem Klang. Teilweise erinnert seine Stimme an Gollum aus „Der Herr der Ringe“, die er äußerst wandlungsfähig und effektvoll einsetzt. Eine Glanzleistung…!


CD 5+6/ Georges Simenon Maigrets Weihnachten/ gelesen von Peter Fricke

Peter Fricke ist „ein Name“: Der bekannte Schauspieler kann auf eine äußerst erfolgreiche Karriere im Theater, Film und Fernsehen zurückblicken. Hier widmet er sich einer Geschichte um George Simenons Kommissar Maigret, den er sehr charismatisch und äußerst prägnant seine Stimme leiht. Hier kommt neben dem Talent auch Frickes immense Erfahrung der Lesung zugute: Er wechselt die Stimmlagen gekonnt zwischen den handelnden Personen. Dabei wirkt dieser Vortrag absolut nicht routiniert sondern verströmt eine Menge Charme. Eine wahre Freude…!


erschienen bei Der Hörverlag/ ISBN: 978-3844523249

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Hörexemplar!

[Lesung] Büchersnack/ Buchhandlung „die schatulle“ Osterholz-Scharmbeck

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Foto: Christian Kosak

Zugegeben: Eine Lesung im klassischen Sinne war es nun nicht! Aber ich will mal nicht so sein…!

Die Buchhändlerinnen meines Vertrauens hatten heute zum „Büchersnack“ geladen, und dies konnte der interessierte Besucher durchaus wörtlich nehmen. Zu den köstlichen Snacks nach Rezepten aus dem Kochbuch „Einfach gut essen“ von Sarah Britton, die von der gelernten Hauswirtschafterin und passionierten Köchin Traute Steenken gezaubert wurden, kredenzten Sabine und Ute Gartmann uns literarische Appetit-Happen der Herbst-/ Winter-Saison.

Bücher, Bücher und noch mehr Bücher: Mein Lese-Herbst/ -Winter wird vielfältig. Hier eine kleine Auswahl der Bücher, die es in meine engere Wahl geschaft haben und somit auf meine Wunschliste gewandert sind:

Sabine überzeugte mich mit…

  • Christian Berkel – Der Apfelbaum
  • Gil Ribeiro – Lost in Fuesta – Spur der Schatten
  • A.J. Pearce – Liebe Mrs. Bird

Ute machte mich neugierig auf…

  • Isabel Allende – Ein unvergänglicher Sommer
  • Sylvie Schenk – Eine gewöhnliche Familie
  • Mark Thompson – El Greco und ich
  • Francesca Melandri – Alle außer mir

Außer Konkurrenz legten die Schwestern uns das entzückende „SorTIERbuch“ von Ann Cathrin Raab ans Herz: In dieses Buch müssen das liebste Patenkind der Welt und ich unbedingt einen gemeinsamen Blick werfen.

Ich genoss die lockere, unverkrampfte Atmosphäre und die netten Gespräche mit den anderen „Süchtigen“,…

…und, Mädels, Ihr ward sooo pfiffig mit Eurer Terminwahl: Mein Weihnachtsgeld hat kaum eine Chance, es sich auf meinem Konto gemütlich zu machen.


Liebe Leser*innen! Bestimmt bietet auch Eure Buchhandlung „umme Ecke“ tolle Aktionen an: Einfach hingehen und fragen! Buy Local!

 

Heute ist…

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DER BUNDESWEITE VORLESETAG,

…und an vielen Orten im Lande dreht sich heute alles um das Vorlesen:

So widmet sich die Stadtbibliothek in Osterholz-Scharmbeck ganz und gar den Schulen und sendet ihre Vorleser in die dortigen Klassen,…

…und in der Buchhandlung meines Vertrauens ist Bobo Siebenschläfer zu Gast und überrascht alle kleinen und großen Zuhörer. Genau die richtige Veranstaltung für das liebste Patenkind der Welt und für uns.

Solltet Ihr noch auf der Suche nach einem Veranstaltungsort sein, gibt es hier hilfreiche Hinweise.

Ich wünsche Euch viel Spaß!!!

Wie ich mir selbst einheißte…

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„Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ von Alan Bradley im Spezialitätengeschäft „Carpe Diem“ in Osterholz-Scharmbeck


An einem lauen Herbsttag wurde eine Idee geboren: Susanne Bödeker vom „Carpe Diem“ ließ anfragen, ob ich mir vorstellen könnte eventuell und vielleicht und außerdem…

Ich konnte, wollte und das Ganze auch noch mit Freude:

15. November 2013: MEINE 1. öffentliche Lesung in MEINER Heimatstadt, bei der MEIN Name ganz oben auf dem Plakat prangte (In der Filmbranche bedeutet es wohl „Ich habe es geschafft!“ 😉). Damit MEINE Nervosität nicht überhandnahm, hatte ich mit „Flavia“ für den sogenannten sicheren (literarischen) Hafen gesorgt.

Nach einer herzlichen Begrüßung der Gäste durch Susanne Bödeker („Susanne, Du warst auch nervös? Ich habe gar nichts bemerkt!“) kamen ihre Mitarbeiterin Janin und ich abwechselnd zum Einsatz:

Janin stellte charmant die neuen Winter-Tees vor und plauderte u.a. über Herkunft und Verarbeitung der Tees. Und während die Gäste den Geschmackssinn trainieren konnten, schärfte ich ihren Gehörsinn mit meiner Lesung aus „Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet“ – der erste Roman aus der Feder von Alan Bradley über diese außergewöhnliche Amateur-Detektivin.

Je mehr ich las, umso mehr schwand meine Nervosität, umso lockerer wurde ich. Am lauten Lachen oder der gespannten Stille merkte ich, dass das Publikum ganz bei mir war und mir folgte. Und ich dachte nur: „Geil!“

Allerdings hatte ich nicht mit der einheizenden Wirkung einiger Kräutertees in Kombination einer wollenden Strickjacke gerechnet. Ein Entkleiden der Jacke kam nicht in Frage, da sich auf dem darunter befindlichen Hemd schon unschöne Flecke gebildet hatten (Mein Fazit: Lesung = luftige Kleidung + stilles Wasser).

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So wirkte ich zeitweilig etwas fiebrig und glänze wie `  ne Speckschwarte. Dafür sah Janin – wie immer – großartig aus!

Es wurde ein so schöner Abend: gemütlich, heiter, stimmungsvoll & ganz entspannt!!!

Wer konnte ahnen, dass an einem Abend im November 2013 eine „Tradition“ geboren wurde, und ich in diesem Jahr nun schon zum 6. Mal bei Susanne Bödeker im „Carpe Diem“ zu Gast sein darf!

„Never change a winnig team!“ 🎖️

[Rezension] Iwan Turgenjew – Das Adelsgut

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Dieses Adelsgut – irgendwo in der Pampa von Russland – hat eine wechselvolle Geschichte, eine Geschichte voller Entbehrung, Liebe, Leidenschaft, Verzicht…

Ebenso wechselvoll gestaltete sich das Leben von Fjodor Lawretzki, der nach seinem Studium in Moskau, einer gescheiterten Ehe in Paris und ereignisreichen Jahren in Italien endlich auf seinen Familiensitz zurückkehrt. Nach Jahren des unsteten Lebens sehnt er sich nach Beständigkeit und Traditionen. In Lisa, der Tochter seiner Cousine, scheint er eine treue Partnerin gefunden zu haben. Doch Lawretzki ist nach wie vor verheiratet, und eine Beziehung mit diesem jungen Mädchen im konservativ-katholischen Russland wäre gänzlich unmöglich…!

Auf über 300 Seiten portraitiert Iwan Turgenjew die Gesellschaft Russlands des 19. Jahrhunderts: Es passiert in diesem Roman im Grunde genommen nichts weltbewegend Neues. Im Grunde genommen finden sich in diesem Roman alle Zutaten für eine kitschig-süßliche Schmonzette. Was dies verhindert? Die Sprache…!

Ich lese die Sätze und bin bezaubert: Turgenjew wählt die Worte mit Bedacht, reiht sie wie Perlen auf einer Schnur auf und vereint sie zu großer Formulierkunst. Er kreiert Bilder mit diesen Worten. Seine Sprache ist voller Wehmut und Melancholie und entbehrt auch nicht einer gewissen Ironie.

Ich lese die Sätze und bin begeistert: Lange Text-Passagen kommen gänzlich ohne Dialoge aus. Vielmehr stellt er sich in seiner Erzählweise als Vermittler an die Seite des Lesers und beschreibt ihm die Situationen. Dies gelingt ihm mit viel Leidenschaft und Verständnis für seine Protagonisten. Die Dialoge, besonders die Wortwechsel der gehobenen Gesellschaft, besitzen dafür einen feinen Witz.

Ich lese die Sätze und bin gefangen: Die grazile Sprachmelodie nimmt mich für sich ein. Einige Sätze lese ich mit Freude zum wiederholten Mal und zolle innerlich auch der Übersetzerin Christiane Pöhlmann meinen uneingeschränkten Respekt.

„Eine Sprache mit Geschick handhaben heißt, eine Art Beschwörungszauber treiben.“ Charles Baudelaire

Mit „Das Adelsgut“ von Iwan Trugenjew halte ich zum ersten Mal einen Band aus der „Manesse Bibliothek“ in meinen Händen: Ich liebe schöne Bücher und würde einem gebundenen Buch immer den Vorrang geben. Der Manesse-Verlag gestaltet diese Reihe äußerst geschmackvoll und sehr hochwertig. Es kommt eben nicht nur auf den Inhalt an!

erschienen bei Manesse/ ISBN: 978-3717524489

Ich danke dem Verlag herzlich für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar!

MONTAGSFRAGE #11: Was ist dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

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Antonia Leise von „Lauter & Leise“ hat dankenswerterweise DIE MONTAGSFRAGE: Buch-Blogger Vorstellungsrunde wiederbelebt und stellt an jedem Montag eine Frage, die Interessierte beantworten können und zum Vernetzen, Austauschen und Herumstöbern anregen soll! Ich bin gerne dabei!!!

In meinem MONTAGSFRAGE-Archiv finden Sie Fragen & Antworten der vergangenen Wochen.


Buch-Blogger Vorstellungsrunde: Was ist dein Trick zum preiswerten Bücherkauf?

Liebe Antonia! Im Grunde genommen hast Du schon alle Möglichkeiten aufgezählt, die auch ich zum günstigen Bücherkauf gerne nutze.

Dafür bietet das Netz „unendliche“ Möglichkeiten: Meine bevorzugten Plattformen (Vorsicht Werbung!) sind da Medimops und Booklooker, die ich (auch) zur Vorbereitung auf eine Lesung gerne in Anspruch nehme: Da brauche ich erstmal eine Menge an Futter, aus dem ich dann peu à peu mein Vorlese-Menü zusammenstelle.

Sehr beliebt sind bei mir auch Gebrauchtmöbellager, die gerne – je nach Größe des Lagers – mindestens eine Bücherecke wenn nicht sogar eine eigene Bücherabteilung anbieten, die zum Stöbern einladen.

Gerade um die Advents- und Weihnachtszeit stehen auch gerne die Mitglieder des Lions Clubs mit einem gut gefüllten Stand auf den Weihnachtsmärkten und verkaufen für kleines Geld ihre gespendeten Bücher. Mit den Erlösen unterstützen Sie wohltätige Projekte.

Bei allen 3 Möglichkeiten konnte ich schon mit Freude verschollene Schätze für kleines Geld bergen: Häufig wusste ich bis zu dem Zeitpunkt gar nicht, dass ich ein bestimmtes Buch „unbedingt“ benötige, bis ich es plötzlich in meiner Hand hielt.

Dabei spielt allerdings der Zustand der Bücher für mich eine entscheidende Rolle: Eselsohren, Flecke, Knicke im Schutzumschlag, schiefgelesene Buchrücken oder ein muffiger Geruch sind NO GOs für mich!

Im Umkehrschluss werden o.g. Möglichkeiten (insbesondere 1 + 3) auch von mir gerne genutzt, um mich von ungeliebten, unverstandenen und ungelesenen Büchern wieder zu trennen: Ich hege die große Hoffnung, dass sie dann endlich jemanden finden, der sie mehr zu schätzen weiß!


…und welche Möglichkeiten nutzt Ihr zur Schnäppchen-Jagd?